Wie die meisten unserer Mitmenschen neigen wir des Öfteren dazu, über andere zu urteilen oder zu richten, ohne die Fakten richtig zu kennen bzw. zu berücksichtigen. Im umgekehrten Falle kann es uns tief treffen, wenn jemand über uns ein Vorurteil fällt, manchmal mitten ins Herz.

Damit nun gut sichtbar wird, wie schnell das gehen kann mit einer ungerechtfertigten Vor- / Verurteilung habe ich das Ganze in eine kleine Geschichte gepackt. Sie kann nachdenklich stimmen, aber auch ein wenig zum Schmunzeln anregen.

Und damit hier nicht gleich ein Vorurteil ins Spiel kommt muss gesagt werden, dass besagte rüstige Dame auch ein rüstiger Herr sein könnte.

Hier die Geschichte. Viel Spaß und etwas Nachdenklichkeit beim Lesen.

Urteile und Vorurteile

Eine schon etwas betagte, aber noch rüstige Dame begab sich an einem kühlen Herbsttag in ein Restaurant, um ihren kleinen mittäglichen Hunger mit einer Suppe zu stillen. Im Restaurant war an diesem Mittag nur noch wenig los.

Mit ihrer Suppentasse voll dampfender Suppe begab sie sich an einen Stehtisch, mitten im Lokal. Dort angekommen bemerkte sie, dass sie den Löffel vergessen hatte. Sie stellte ihre Handtasche unter den Tisch und holte an der Theke das fehlende Besteckteil.

Als sie sich wieder umdrehte sah sie, wie ein dunkelhäutiger, junger Mann mit lockigen, etwas längeren Haaren am Tisch stand und die Suppe genüsslich zu sich nahm.

Zuerst war sie perplex. Dann jedoch stellte sie sich zu ihm hin und sie löffelten, ohne viel zu reden, gemeinsam die Suppe aus der Tasse.

Der junge Dunkelhäutige quittierte das mit einem Lächeln und spendierte ihr anschließend noch eine Tasse Kaffee. Sie redeten jedoch nicht mehr miteinander, vielleicht auch weil der Mann der deutschen Sprache nicht mächtig war. Die Frau blickte ein wenig versonnen aus dem Fenster. Als sie sich wieder umdrehte, war ihr Tischgenosse verschwunden.

Als die Frau ihren Kaffee vollends ausgetrunken hatte, schaute sie nach unten, wo sie vorher ihre Handtasche abgestellt hatte. Entsetzt  stellte sie fest, dass die Tasche fehlte. „Na, also doch“ sprach die alte Dame voller Enttäuschung vor sich hin, „dieser junge dunkelhäutige Mann ist also doch ein Krimineller“.

Voller Enttäuschung ging sie zur Garderobe und holte ihren Mantel, um jetzt gleich zur Polizei zu gehen. Als sie nochmals ins Restaurant zurückblickte, glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen. Auf einem Tisch, mitten im Lokal, stand eine  volle, mittlerweile wohl abgekühlte Suppentasse und darunter, am Fuß des Tisches, lehnte ihre Handtasche…

Diese Geschichte habe ich vor einiger Zeit im Radio bei einer Fahrt zu einem Kunden gehört und sie hier völlig frei nacherzählt. 

Sie kann uns zeigen, wie schnell wir manchmal  über unsere Mitmenschen urteilen und sie oftmals auch (vor)verurteilen. Hier in der Geschichte, in der einfach der Tisch verwechselt wurde, ging alles glimpflich ab. Aber manchmal können solche (Vor-) Urteile auch fatale Folgen haben, sowohl im Arbeits-, als auch im Privatleben.

Bevor wir also zukünftig etwas beurteilen, sollten wir uns für die Abwägung aller Fakten und Tatsachen genügend Zeit lassen.

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Die Geschichte ist dem Buch /eBook ‚Ihr gelungener Tag‘ entnommen. Sie finden dort 4 weitere Kurzgeschichten und in 24 Kapiteln viele Impulse, Gedanken und Übungen für einen gelungenen Tag.

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Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenausklang und eine rundum gelungene und zufriedene neue Woche.