In letzter Zeit liest man immer öfters in Bezug auf eine neue Freizeitaktivität  das Wort ‚Waldbaden‘. Ist das jetzt eine spektakuläre neue Freizeitbeschäftigung oder einfach Altbewährtes neu formuliert?

Ich persönlich tendiere  zum Altbewährten, das einen neuen Namen bekommen hat. Altbewährtes, dessen positive Wirkungen mittlerweile mehr und mehr erforscht und bestätigt wurden.

Festgestellt bei den Untersuchungen und Forschungen wurde unter anderem:

  • Das Stresshormon Cortisol nimmt ab. Der Blutdruck sinkt.
  • Der Wald verhilft zu mehr Balance und innerem Ausgleich.
  • Die Abwehrkräfte werden gestärkt.
  • Grübeleien und kreisende Gedanken werden unterbrochen oder gestoppt.

Damit nun dieser Aufenthalt im Wald zu einer runden und wirklich erholsamen Sache wird, habe ich nachfolgend für Sie einige Tipps dazu vorbereitet.

Nehmen Sie sich die Zeit und gehen Sie mal wieder einen ganzen Tag hinaus in die Natur. Wandern Sie und beobachten Sie. Suchen Sie ruhig auch etwas einsamere Wege, weit abseits der verkehrsreichen Straßen. Beobachten und fühlen Sie dann mit allen Sinnen. Was hören Sie? Nehmen Sie die Geräusche im Wald ganz bewusst wahr. Was sehen Sie? Blätter, Pflanzen, Büsche und Bäume am Wegesrand. Berühren Sie Bäume und Gräser. Schauen Sie Pflanzen in all ihren Details an. Lassen Sie jedoch schöne Blumen oder Pflanzen, die Sie auf so einer Wanderung vielleicht finden, dort stehen wo sie wachsen. Bewegen Sie sich in der Natur, aber verändern Sie möglichst nichts. Wenn Sie dann von Ihrer Wanderung zurückkehren, werden Sie vielleicht ebenso wie Anton P. Tschechow (1889) feststellen: „Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.“

Beziehen Sie auch die Atmung in Ihren Spaziergang ein. Machen Sie dazu folgende Übung:

Die 4-2- 4 -2  – Atmung

Diese Form der meditativen Atmung eignet sich ideal als eine Art Bewegungsmeditation. Die Übung hat ihren Namen vom Verhältnis des Einatmens  (4 Sekunden), zum Atem anhalten (2 Sekunden), zum Ausatmen (wieder 4 Sekunden), und zum Anhalten (wieder 2 Sekunden)

  • Atmen Sie vier Sekunden tief ein (langsam von 1 –4 zählen)
  • Halten Sie zwei Sekunden die Luft an (langsam bis 2 zählen)
  • Atmen Sie vier Sekunden aus (langsam bis 4 zählen)
  • Halten Sie vor dem nächsten Einatmen wieder 2 Sek. die Luft an.

Wenn Sie die Übung im Gehen ausführen, synchronisieren Sie einfach den Atemrhythmus mit Ihren langsamen Schritten. Dies ist dann eine sogenannte Gehmeditation.

Alle Sinne einsetzen

Stellen Sie sich bei Ihrer Wanderung zwischendurch immer wieder die Fragen:

was sehe ich / was höre ich / was fühle ich / was rieche und schmecke ich

und versuchen Sie die entsprechenden Anworten zu ergründen.

Und was bringt Ihnen persönlich jetzt das ‚Waldbaden‘  außer den weiter oben genannten Punkten ganz konkret? Unter anderem folgende Vorteile:

  • Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt.
  • Ihre Herzfrequenz wird niedriger.
  • Ihr Blut wird fließfähiger. Das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls nimmt ab.
  • Ihre Atmung wird (automatisch) tiefer.
  • Das Gehirn wird besser durchblutet, sie können klarer denken.
  • Sie erhalten beim Bewegungstraining viele gute Ideen.
  • Stress wird abgebaut.
  • Ihre Lebenserwartung kann um circa 3 bis 4 Jahre steigen.

Also, auf geht’s. Gehen Sie waldbaden, denn wichtig ist nicht nur, es zu lesen, sondern es zu tun. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser neuen, altbewährten Erholung in der Natur.

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Ich wünsche Ihnen eine gesunde Zeit.

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